Eine Theologie angesichts des Missbrauchs soll den Abbau von Klerikalismus im katholischen Denkraum befördern, die Krise des Missbrauchs in die religiöse Sprache, Gestik und Körperwahrnehmung integrieren, sichtbare Formen der „Erinnerung“ entwickeln und nicht zuletzt die (Un-)Möglichkeit von Versöhnung ergründen.
Aktuell wird noch an dem Thema gearbeitet. Bisher gab es bereits mehrere Veranstaltungen und eine Umfrage zu Macht und Machtmissbrauch in der Katholischen Kirche.
Schon jetzt gibt Ihnen ein Artikel im Theologischen Feuilleton "feinschwarz" einen detaillierten Einblick. Darüber hinaus wird im Frühjahr 2024 ein Buch erscheinen.
Artikel feinschwarz:
Teil 1: Wozu noch Theologie – angesichts des Missbrauchs Teil 1
Teil 2: Wozu noch Theologie – angesichts des Missbrauchs Teil 2
geplante Bucherscheinung:
Verstellte Heiligkeit: Umgang mit Scham und Schuld
Theologische Aufbrüche zu mehr Gerechtigkeit
Umfrage:
Die Umfrage setzt bewusst auf die Anonymität der Teilnehmenden. Nur unter dieser Rücksicht, so die Grundannahme der Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Klaus Kießling vom Institut für Pastoralpsychologie und Spiritualität, Frankfurt, können alle, die um Missbrauchstaten wissen - unmittelbar und mittelbar Betroffene, Angehörige, Gemeindemitglieder, Mitwissende, Täter*innen, Verantwortung tragende in Haupt- und Ehrenamt, Ausgetretene und Ängstliche, Aufgebrachte und gleichgültig Wirkende ihre Ansichten äußern. Am Tag der letzten öffentlichen Sitzung des Synodalen Wegs ging die Umfrage an die Öffentlichkeit und wurde in der Kürze ihrer Laufzeit von mehr als 2000 Personen aufgerufen. Sie ist in der Überzeugung entwickelt worden, dass am Anfang und im Verlauf eines Mentalitätswandels die zugehörigen Fakten, Wahrheiten und Interpretationen ausgesprochen und die vielfältigen Verletzungen, Schuldzusammenhänge und Missstände rund um das Thema „geistlicher und sexueller Missbrauch“ sowie dessen Aufarbeitung anerkannt werden müssen.
